Was tun bei dringendem Bedürfnis in den Bergen?

Vorschläge

Zum zweiten Mal in Folge führen Suisse Rando und der Schweizer Alpen-Club (SAC) die Kampagne #posetapeche durch. Ziel ist es, für die Auswirkungen natürlicher Bedürfnisse im Freien auf Fauna, Flora und andere Nutzende zu sensibilisieren. Die Kampagne erinnert an die richtigen Verhaltensweisen, um auch in den Bergen eine saubere Natur zu bewahren.

Menschliche Hinterlassenschaften – nicht wie andere?

Neben der visuellen Beeinträchtigung für Wandernde können menschliche Hinterlassenschaften in der Natur echte Umweltfolgen haben. Unsachgemäss entsorgt, können sie Böden und Gewässer verschmutzen, insbesondere durch Rückstände von Medikamenten oder anderen schädlichen Substanzen in den Exkrementen.

Auch begleitende Abfälle wie Taschentücher brauchen mehrere Jahre, um sich in der Natur zu zersetzen – bis zu 5 Jahre für ein Papiertaschentuch, deutlich länger für Feuchttücher.

Welche Empfehlungen bei dringendem Bedürfnis in den Bergen?

Die wichtigste Empfehlung ist, vorauszuplanen: Bei der Vorbereitung der Route sollten Orte mit Toiletten eingeplant werden, etwa Bergbahnen, Hütten oder Restaurants. Wenn es dennoch nicht möglich ist, bis zur nächsten Infrastruktur zu warten, gelten folgende Grundregeln:

  • sich vom Weg entfernen und einen diskreten sowie sicheren Ort wählen;
  • mindestens 50 Meter Abstand zu Gewässern einhalten;
  • ein etwa 15 cm tiefes Loch graben (oder eine vorhandene Vertiefung nutzen), die Notdurft verrichten und anschliessend mit Erde oder Steinen bedecken;
  • Toilettenpapier und Hygieneartikel wieder mitnehmen: sie dürfen weder zurückgelassen noch verbrannt werden, da Brandgefahr besteht. Sie sollen später korrekt entsorgt werden.