
Die Zielarten
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Zielarten
Jedes Jahr wählt die Naturkommission des Naturparks Gruyère Pays-d’Enhaut, die sich aus Fachpersonen im Umweltbereich zusammensetzt, eine Zielart – oder eine Artengruppe – aus, für die während zwei Jahren konkrete Massnahmen umgesetzt werden. Diese Arten werden häufig als Schirmarten bezeichnet: die zu ihrem Schutz ergriffenen Massnahmen kommen auch zahlreichen weiteren, mit ihnen verbundenen Arten zugute.
Wildbienen
In den Jahren 2024–2025 stehen die Wildbienen im Mittelpunkt. Die Zielart wird damit vielfältig, da sich die Wildbienen in der Schweiz in mehr als 600 Arten aufgliedern.
Die Zauneidechse wurde für die Jahre 2022 und 2023 als Zielart des Parc ausgewählt. Dies bot eine gute Gelegenheit, diese bedrohte Art (wieder) zu entdecken, ihre Situation im Gebiet des Parks zu untersuchen und Massnahmen zum Schutz ihrer bevorzugten Lebensräume und ihrer Bestände umzusetzen.
In den Jahren 2020–2021 wurde der Gartenrotschwanz als Zielart des Parc ausgewählt. Um seine Verbreitung im Park besser zu kennen, wurde im Frühling 2020 eine partizipative Erhebung durchgeführt, an der sich 20 engagierte Ornithologinnen und Ornithologen in den 17 Gemeinden des Parks beteiligten.
Von einer Schirmart spricht man, wenn die für eine Art umgesetzten Schutzmassnahmen indirekt einer grossen Anzahl weiterer Arten zugutekommen. In diesem Sinne wirkt sie wie ein schützender «Schirm» für andere Arten, die denselben Lebensraum und ähnliche Bedürfnisse teilen.
Schirmarten betreffen in der Regel sehr grossflächige Lebensräume. Durch den Schutz eines ausgedehnten Habitats, etwa eines Waldgebiets, werden indirekt zahlreiche dort lebende Arten gefördert.
Dieses Konzept ist in der Naturschutzbiologie von grossem Nutzen. Es ermöglicht, die Wirkung von Schutzmassnahmen zu maximieren. Zudem sind Schirmarten oft beliebt oder symbolträchtig, was die Mobilisierung finanzieller Mittel und die Unterstützung durch die Öffentlichkeit erleichtert.
Ein gutes Beispiel für eine Schirmart in der Schweiz ist das Birkhuhn. Sein Lebensraum erstreckt sich von Wäldern bis in subalpine Wiesen. Um das Birkhuhn zu schützen, sind Massnahmen erforderlich, die vielfältige Lebensräume fördern. Diese Vielfalt kommt auch anderen Vogelarten wie dem Alpenschneehuhn zugute, trägt zur Erhaltung einer grossen Pflanzenvielfalt bei und bietet zahlreichen Insekten Lebensraum. Auch einige Säugetiere profitieren von diesen Massnahmen, etwa der Schneehase und verschiedene Hirscharten.


